Fahrleitungstechnik · Digitale Lösungen
Vom Bestandsplan zum geprüften Anlagenbestand.
LYNTRX liest Fahrleitungspläne von Tram und Trolleybus aus, prüft sie gegen die Normalien des Betriebs und erzeugt daraus 3D-Modell, Seilstatik und Montageunterlagen. Bereitgestellt wird alles über ein Projektportal – aus einer Quelle und gemeinsam nachführbar.
From plans to a connected tomorrow
Ausgangslage
Der Bestand liegt im Planarchiv – noch nicht im Modell.
Jeder Strassenbahn- und Trolleybusbetrieb führt seine Fahrleitung in 2D-Plänen. Sie sind massstäblich, fachlich dicht und über Jahrzehnte gepflegt. Nur sind sie keine Daten.
Für Erneuerung, Unterhalt, Ausnahmetransporte und BIM-Abgaben werden prüfbare Daten verlangt: Wo steht welcher Mast, welchen Typ hat er, was hängt daran, welche Kräfte wirken, wie hoch liegt der Fahrdraht. Diese Angaben stehen im Plan – verteilt über Maststempel, Plantexte, Layer und Blöcke, in der Handschrift des jeweiligen Betriebs.
Eine Neuvermessung des Netzes ist teuer und dauert. Eine Übertragung von Hand ebenfalls – und sie ist nur so verlässlich wie die Aufmerksamkeit an jedem einzelnen Stützpunkt.

Zwei Bausteine, ein Datensatz
LYNTRX3D erzeugt den Bestand. LYNTRX360 hält ihn am Leben.
Beide arbeiten auf demselben Anlagendatensatz. Ändert sich etwas an der Anlage, wird nachgeführt statt neu erhoben – und alle Dokumente entstehen gemeinsam neu.
Erfassen, rechnen, modellieren
Die Erweiterung für Autodesk Civil 3D erschliesst das Planwerk, prüft den Datensatz gegen sich selbst und baut daraus das 3D-Bauteilmodell, die Seilstatik und alle Dokumente.
LYNTRX3D ansehenZeigen, prüfen, nachführen
Plattform und App für alle, die mit dem Ergebnis arbeiten: Unterlagen je Projekt und je Stützpunkt, Befunde mit Planausschnitt, 3D im Browser, Rückmeldungen aus dem Feld.
LYNTRX360 ansehenWas entsteht
Ein Datensatz – und alles, was daraus folgt.
Modell, Statik, Prüfung und Dokumente werden nicht nacheinander von Hand erstellt, sondern gemeinsam aus demselben Stand erzeugt. Das ist der Unterschied zwischen einem Modell und einem Bestand.
Anlagenkataster je Stützpunkt
Masttyp, Mastlänge, Fundament, Ausleger, Aufhängungen und Zugkräfte – als Tabelle, im Modell und auf einer eigenen Seite je Stützpunkt.
3D-Bauteilmodell im Gelände
Masten, Fundamente, Seile, Klemmen, Isolatoren und Drähte als Bauteile mit Eigenschaften – auf dem Höhenmodell von swisstopo, in Landeskoordinaten LV95.
Seilstatik je Tragwerk
Seilform, Kräfte an den Enden und Lasten aus den Aufhängungen, für Normal- und Ausnahmelast, verglichen mit den Angaben im Plan und nach festen Kriterien beurteilt.
Gegenproben und Befunde
Fahrdrahthöhe, Seitenlage, Spannweite, Aufhängungswinkel und Seilform gegen die Normalien des Betriebs geprüft – jeder Befund mit Planausschnitt, Messwert und Sollwert.
Montagefolge mit QR-Codes
Ein Blatt je Tragwerk und je Leiter, mit 3D-Ansicht und Stand der Montage. Jeder Stützpunkt trägt einen QR-Code, der auf dem Tablet zu seiner Seite führt.
Quer- und Längsprofile
Längsprofil je Fahrdraht und Feeder mit Fahrbahn, Höhen und Aufhängungen; Querprofile an den Tragwerken. Für Erneuerung und Ausnahmetransportrouten.
Mengengerüste
Bauteile und Gebilde nach dem Katalog des Betriebs gezählt – jede Menge mit der Regel, nach der sie entstanden ist.
IFC 4.3 und offene Formate
Das Modell als IFC 4.3 mit Bauteileigenschaften und Werkstoffen, dazu 3D-DWG, KMZ und Tabellen. Keine Lizenz nötig, um die Daten weiterzuführen.
Ablauf
Vier Schritte, eine Quelle.
Der erste Schritt fällt einmal je Betrieb an. Jeder weitere Abschnitt derselben Anlage beginnt bei Schritt 2.
Planwerk erschliessen
Layer, Blöcke, Maststempel und Plantexte des Betriebs werden gelesen und ihre Bedeutung an den Normalien abgesichert – einmal je Planungsstandard, nicht je Plan.
Datensatz prüfen
Stützpunkte, Drähte, Seile und Bauteile werden als Datensatz extrahiert und gegeneinander gerechnet. Was eine Gegenprobe nicht besteht, wird gemeldet – nicht geglaubt.
Modell und Dokumente
Aus dem Datensatz entstehen 3D-Modell, Seilstatik, Montagefolge, Profile, Mengengerüste und Kataster – gemeinsam, aus einem Stand.
Portal und Nachführung
Alles auf der Projektseite, mit Rückmeldungen je Eintrag. Nach einem Umbau wird der Stand nachgeführt, statt neu erhoben.
Einen eigenen Abschnitt durchrechnen lassen?
Ein bis zwei Kilometer genügen für den Einstieg. Gebraucht werden die Planblätter als CAD-Datei und die Normalien des Betriebs – Mast- und Fundamenttabellen, Regelhöhen, Gebildedokumentation.